Barschelskreuz 
bei Hamm

   Die Geschichte

Wegekapelle, an der Gemarkungsgrenze, Schieferbau, 1920er Jahre. (vgl. Rheinland-Pfalz, Kulturelles Erbe, Nachrichtliches Verzeichnis der Kunstdenkmäler des Kreises Trier-Saarburg, Seite 43)

An einem kalten Wintertag in Jahre 1868 wurde ein kleines Mädchen aus den Hamm während des Nachmittagsunterrichts von seiner strengen Lehrerin gerügt, weil es den Unterricht gestört hatte.
Zur Strafe wurde es in einen kleinen dunklen Raum eingesperrt, wo auch das Brennholz für die Schule gelagert wurde.
Nach Schulschluss gingen alle Kinder und die Lehrerin nach Hause. An das kleine Mädchen im Schuppen dachte niemand mehr. Erst als der Küster an der Schule vorbeiging um die Betglocke zu läuten, hörte er das leise Weinen des Mädchen und befreite es aus seinem Verschlag.
Es war dunkel geworden und kein Licht half dem kleinen Kind, seinen verschneiten Heimweg in den Hamm zu finden. Es verirrte sich in der eisigen Dunkelheit und sank nach langem verzweifelten Suchen erschöpft in den Schnee.
Aber ein gütiges Schicksal bewahrte das Mädchen vor dem Erfrierungstod. Ein Müller, der noch spät aus dem Hamm kommend, nach Taben-Rodt unterwegs war, hörte ein leises Wimmern im Schnee, fand das Kind und brachte es seinen Eltern. Voller Dankbarkeit ob der Errettung ihrer Tochter ließen die Eltern ein Wegekreuz errichten, das weit über hundert Jahre als Barschels Kreuz (bezeichnet nach dem Distriktnamen) in der Tradition der Bevölkerung einen festen Platz hat.
Das Kreuz wurde renoviert und neu aufgestellt vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Taben-Rodt im Juli 1999.

Quelle: Verkehrs- und Verschönerungsverein Taben-Rodt

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